Neben Samsung plant eine Reihe von Smartphone Herstellern einen remote „Kill Switch“ zur Deaktivierung gestohlener Geräte?

Das Smartphone ist für die meisten von uns mittlerweile zum unverzichtbaren täglichen Begleiter geworden. Neben Bildern, Musik und Videos tummeln sich auf vielen Smartphones die gesamten Kontakte und Termine ihrer Besitzer. Schlimm wiegt da der Verlust oder Diebstahl des Smartphones den etliche Besitzer mit dem Verlust eines Teils ihres Lebens gleichsetzen würden. Schaut man sich den Absatz hochwertiger Smartphones an, der weltweit mehrere hundert Millionen Geräte beträgt wird schnell klar, dass hier ein gigantischer Markt mit gestohlenen Geräten am Laufen ist. Dabei setzen Diebe zur Weiterveräußerung hauptsächlich auf die anonymisierten Verkaufsplattformen im Internet und sind somit kaum lokalisierbar.

Smartphone_Diebstahl

Aktuelle Berichte aus den USA belegen, dass der Smartphone Diebstahl allein in einer Stadt wie New York innerhalb eines Jahres um rund 40 Prozent zugenommen hat. Dieser Umstand hat dann den Generalstaatsanwalt von New York Erich Schneidemann auf den Plan gerufen, der darauf  die großen Gerätehersteller zu einer „Anti Theft“ (Anti Diebstahl) Konferenz eingeladen hatte. Auf der Gästeliste fanden sich hauptsächlich so bekannte Firmen wie Apple, Samsung, Motorola, Google als auch Microsoft und damit die Hersteller, die für rund 90 Prozent der weltweiten Smartphone Verkäufe verantwortlich sind.

Ziel der Konferenz war es eine Vereinbarung mit den Geräteherstellern zu treffen, dass zukünftige Modelle mit einer Art „Kill Switch“ , ausgestattet werden, der nach einem Diebstahl eine komplette Deaktivierung des Smartphones aus der Ferne erlaubt. Nach Auffassung des Staatsanwalts würde dies die Diebstahlsraten sinken lassen, denn einziger Sinn und Zweck der Diebe ist ein schneller Weiterverkauf zu einem recht günstigen Preis. Die Diebe setzen dabei vor allen Dingen auf einen Hard-Reset, der das Gerät in den originalen UR-Zustand zurückversetzt und dabei jeden Hinweis auf den Vorbesitzer eliminiert. Zudem existieren gerade für die umsatzstärksten Modelle eine ganze Reihe von Custom-Roms wie z.B. CyanogenMod, die das Diebesgut in Windeseile für den Weiterverkauf fit machen.

Nach Aktivierung des Kill Switch durch den Benutzer, über den Provider 0der doch zentral durch den Gerätehersteller wäre das Smartphone weltweit nicht mehr einsatzbereit, egal ob man die SIM Karte oder den Provider wechselt. Details über den technischen Aufbau dieser Remote-Deaktivierung sind bislang absolut unbekannt und natürlich gibt es jetzt im Vorfeld schon etliche Mahner, die einen Missbrauch befürchten. So könnten Hacker das Sicherheitssystem aushebeln und willkürlich weltweit Geräte lahmlegen. Zudem hat die gerade angestossene Debatte um die Schnüffelattacken durch das NSA Programm PRISM das Vertrauen in Unternhemen und Staat deutlich sinken lassen.

Zum Schluss muss man sich natürlich auch die Frage stellen, ob die Hersteller überhaupt ein Interesse an der Debatte um mehr Diebstahlschutz haben. Schliesslich profitieren sie meistens bei jedem geklauten Smartphone von der Ersatzbeschaffung über den Provider oder direkt durch den User. Wäre vielleicht ein zentrales Blacklisting des Unique Identifiers der sog. IMEI Nummer besser als das komplette Geräte-AUS. Was haltet ihr von dem Thema einer zentralen Diebstahlssperre, sinnvoll oder eher gefährlich? . Ich bin gespannt auf eure Kommentare!

Quelle.:

AndroidAuthority

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