Firmware Update für Google GLASS bringt Webbrowser plus neue Sprachkommandos

Google_GlassDie Jungs aus Mountain View stehen dieser Tage klar im Fokus etlicher Techblogger, ob mit der Google Edition des S4 & HTC ONE, den ersten Ausblicken auf Android 4.3, Details zum bevorstehenden Nexus 7-2 oder ganz aktuell den ersten Infos um das selbstdesignbare Moto X, Google ist in diesem Sommer omnipräsent. Da kann es kaum verwundern, dass mit dem Project GLASS ein weiteres für mich extrem spannendes Thema dezent in den Hintergrund rückt. Gerade ein paar Monate ist es her da hatte Google per Webseite dazu aufgerufen sich als Proband für einen langfristigen Testlauf seiner revolutionieren Datenbrille GLASS zu bewerben.

Mit einem Preistag von 1500 US-Dollar ist die mit „Explorer Edition“ betitelte Entwickler Version von GLASS wahrlich kein Schnäppchen und dennoch war sie innerhalb kürzester Zeit restlos vergriffen. In den darauffolgenden Wochen haben alle Glücklichen ihre Brillensets erhalten und wandeln jetzt per Eye Computing und Voice Commands durch die Städte und Weiten dieser Welt. Trotz aller Euphorie um das futuristische Gadget werden mittlerweile erste Kritiker laut, die dazu Aufrufen das Tragen von GLASS an bestimmten Orten zu untersagen. So gibt es Berichte, dass einige Einrichtungen in den USA wie Kinos, Kasinos, Nachtklubs und Bars ihre Räumlichkeiten zur glassfreien Zone erklärt haben. So kann man davon ausgehen, dass mit Auslieferung der Consumer Edition sicherheitsrelevante Zonen wie Banken, Atomkraftwerke, Flughäfen oder Fabriken mit Trageverboten für GLASS belegt werden.  Auf die anhaltende Kritik reagierte Google recht schnell und erteilte allen Entwicklern eine Absage, die Apps zur Gesichtserkennung innerhalb GLASS planen und entwickeln.

Webbrowser erlaubt scrollen und zoomen von Internetseiten

Google_Glass_Firmware_Update_Webbrowser

Ungeachtet dessen setzt Google seinen erkundungstechnischen Feldversuch fort und meldet, dass alle Besitzer in den nächsten Tagen ein Firmware Update erhalten werden. Dieses mittlerweile dritte Factory Image trägt die Versionsnr. XE7 und bringt neben einem Webbrowser neue Sprachkomandos in die Datenbrille.  So erlaubt der Browser formatfüllendes surfen im Netz was seinen Nutzern nahezu unbegrenzte Möglichkeiten eröffnet. Dabei erfolgt die Steuerung des Brillenbrowser über das seitlich angebrachte Touchpad, wobei Wischen mit einem Finger die Webseite rauf und runter bewegt während das Wischen mit 2 Fingern die Zoom Funktion aktiviert. Hält man die Finger still und bewegt den Kopf, kann man sich buchstäblich auf der Webseite umschauen.

Sprachkommando erlaubt Vorlesen

Weitere Features betreffen die Sprachsteuerung, die aus bedientechnischen Gründen eh das zentrale Element in GLASS darstellt. So kann sich ein GLASS Träger mit dem Kommando „Read Aloud“ Texte vorlesen lassen und mit „Reply“ darauf antworten. Anrufe werden künftig mit „Answer Call“ entgegengenommen. Neu hinzugekommen ist auch die Möglichkeit Nachrichten per „Message“ Anweisung an einen seiner GMail Kontakte zu senden.

Google_Glass_InfografikRoot Zugriff und flashen per ADB

Grundsätzlich erfolgt das rund 346 Megabyte große Update per OTA (Over the Air). Für die Bastler unter den Brillenträgern wird auf  den Seiten der Google Developers eine Methode beschrieben wie man in GLASS Root Zugriff erlangen kann. Mit Root ist es dann möglich das Factory Image händisch per ADB Befehl auf die Datenbrille zu flashen. Allerdings warnt Google vor dem Eingriff schon mal prophylaktisch vor Verlust der Garantie sowie der OTA Updatefähigkeit. Wie immer handelt ihr auf eigene Gefahr!

GLASS Consumer Edition kommt Anfang 2014 für 200-300 Euro

Stellt sich für alle Nicht-Explorer wie mich die Frage wann die Consumer Edition von GLASS am Markt erscheinen wird. Ist man Anfangs noch von einem Marktstart im 4. Quratal 2013 ausgegangen so hat Verwaltungsratschef Eric Schmidt verlauten lassen, dass man eher im ersten Quartal 2014 mit dem Release rechnen sollte. Ob Googles GLASS dann aber für einen Preis von 200-300 Euro zu haben sein wird bleibt leider bis zum endgültigen Marktstart nur eine Vermutung der Techbloggerszene. Falls ihr nun wissen möchtet aus welchen technischen Komponenten GLASS eigentlich besteht, dann lest euch meinen Artikel zum Teardown von Scott Torborg und Star Simpson durch, die für euch ihr GLASS Modell in alle Einzelteile zerlegt haben.

Würdet ihr euch Google Glass auf die Nase setzen geschweige denn selbst ein Device erwerben? Ich warte gespannt auf eure Kommentare!

Quellen:

Project Glass

Google Glass Support

Connect

Google Developers

Phandroid

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