TRIM Befehl in Android 4.3 optimiert Flashspeicher auch auf älteren Androiden.

Android_43_TRIMGoogles Update auf Android 4.3 gilt zwar laut Nomenklatur als Minor Update aber es sind oft die kleinen Details die Großes bewirken können. Ein bisher wenig bekanntes Features, das die neueste Android Version mit sich bringt ist das trimmen von Flashspeicher. In Android 4.3 sorgt das TRIM Feature für ein kontinuierlich hohes Ansprechverhalten eines SSD- oder eMMC Speichers.

Flashspeicher werdet ihr jetzt sagen haben doch eh schon eine extrem kurze Latenzzeit, das stimmt aber nur teilweise. Dazu muss man sich die physikalischen Eigenschaften eines SSD oder Flashspeichers in Erinnerung rufen, die denen einer Festplatte ähnlich sind. Flashzellen lassen sich nur dann ohne Wartezyklen beschreiben wenn diese leer sind. Jedesmal wenn ihr auf eurem Androiden Daten schreibt, löscht, Apps installiert oder wieder deinstalliert findet ein Zugriff auf den Flashspeicher statt. Die Daten werden dabei sequentiell hintereinander fortgeschrieben bis der Speicher irgendwann voll ist. Löscht ihr jetzt eine x-beliebige Datei oder eine App wird nicht etwa das File physisch aus dem Flashspeicher gelöscht sondern nur der entsprechende Eintrag aus dem Dateiverzeichnis, wovon aber der Flashcontroller nichts mitbekommt.

Das bedeutet in der Praxis, dass bei neuen Einträgen erst die alten gelöscht werden müssen was zu einer spürbaren Abnahme der sog. I/O Speicherleistung führt. Aus diesem Grund hat Google in Android 4.3 das Linux Tool fstrim implementiert, dass mittels täglicher Ausführung den Flashspeicher optimieren soll. Allerdings müssen auch beim TRIM Befehl gewisse Bedingungen für einen erfolgreichen Lauf erfüllt sein. So schreiben die Jungs von Anandtech, dass der Androide über mindestens 80 Prozent Akkuleistung oder mit mindestens 30 Prozent am Ladegerät hängen muss. Zudem darf das Gerät in der letzten Stunde nicht benutzt worden sein. Gerade Besitzer der Nexus Reihe wie Nexus 4, 7, 10 und des Galaxy Nexus dürften sich über diese Nachricht freuen, da Google schon seit einigen Tagen mit dem Rollout von Android 4.3 auf oben genannte Modelle begonnen hat. Allen anderen nützt das Optimierungstool leider herzlich wenig solange ihr Gerät nicht mit Android 4.3 versorgt wurde. Wer auf Drittanbieter Tools wie die App LagFIX setzen möchte muss allerdings dafür sorgen, dass sein Androide vorher gerootet ist. Selbst dann ist ein korrektes Funktionieren keineswegs garantiert, denn laut etlicher User Kommentare läuft die App nicht auf jedem Androiden.

Habt ihr selbst schon festgestellt, dass euer Androide sich im Laufe der Zeit spürbar verlangsamt? Wenn ja dann berichtet mir hier davon!

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