Amazon Gründer Jeff Bezos kauft 136 Jahre alte Washington Post

Amazon Boss und Gründer Jeff Bezos hat sich für 250 Millionen US-Dollar = 187 Millionen Euro die Washington Post geschnappt. Das 1887 gegründete Blatt befand sich mehrheitlich fast 80 Jahre im Besitz der Familie Graham und kämpft seit Jahren mit Umsatzrückgängen. Weltweit leiden die Offline Medien wie Zeitungen und Magazine auch genannt werden unter der digitalen Konkurrenz und dem Boom bei den mobilen Endgeräten. Bezos hatte in einer ersten Stellungnahme verlauten lassen, dass der Kauf ausschließlich aus privaten Mitteln erfolgt sei und absolut nichts mit Amazon zu tun hat. Er werde sich auch zukünftig aus dem Tagesgeschäft heraushalten und weiter an der Mannschaft des Blattes festhalten. Dennoch werde es Änderungen und Anpassungen geben müssen um langfristig erfolgreich zu sein.

Jeff_Bezos_Washington_Post

In einem offenen Brief an die Belegschaft forderte er die Mitarbeiter auf die Mission der Zeitung fortzuführen und jeder Nachricht zu folgen, egal wohin sie führe. Weiter scherzte er, dass er glücklich im anderen Washington lebe was als Anspielung auf die Firmenzentrale Amazons in Seattle im Bundesstaat Washington zu sehen ist. Der gleichnamige Verlag der  Washington Post, wird unter der Führung Bezos einen neuen Namen erhalten, der bislang aber unbekannt ist.

Trotz aller Beteuerungen zur Unabhängigkeit der W. Post wird Bezos sein Engagement ganz sicherlich irgendwann mit dem Geschäft bei Amazon verquicken. In seinem Lebenslauf erfährt man, dass Bezos vor der Gründung von Amazon beim Verlagshaus D.E.Shaw & Co gearbeitet hatte und dort die Idee eines elektronischen Buchgeschäftes entstanden ist, dass er dann bei Amazon umgesetzt hat. Laut Analyst Dan Kurnos ist Bezos Erfolg davon abhängig, ob er seine Erfahrungen beim Verkauf digitaler Inhalte nutzen kann um das traditionelle Zeitungsgeschäft wieder anzukurbeln. Zugute kommt ihm dabei sein riesiges Anzeigennetzwerk und sein Wissen über die Lesegewohnheiten und das Kaufverhalten seiner Amazon-Kunden.

Jeff Bezos sendet mit dem Kauf der Washington Post ein Signal an die Branche, dass neben digitalen Inhalten auch traditionelle Medien weiter einen Platz im weltweiten Mediengefüge haben sollen. Er könnte damit den Anstoß zu einer weiteren Konsolidierungswelle im Kampf um den besten Content gestartet haben. Denn eines muss jedem klar sein ohne guten Content sind all unsere geliebten Technikgadgets nichts wert.

Quellen.:

Washington Post

PC-Magazin

ZdNet

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