UK Premier Cameron plant weitere Filter Kategorien & MdB Mitglied Norbert Geis fordert deutsche Pornofilter

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Schon damals als ich den Artikel über den englischen Premierminister Cameron erstellt habe, der über Pornofilter und damit einer möglichen Zensur des Netzes nachdenkt hatte ich das Gefühl, dass wir uns erst am Anfang einer größeren Zensurdebatte befinden. Knapp eine Woche später hatte Cameron seine Gedanken präzisiert und abermals nachgelegt, denn laut der Open Rights Group die Zugang zu Providerinfos besitzt plant Cameron weitere zu blockende Kategorien einzuführen. Neben den schon bekannten Pornofiltern ist die Rede von Alkohol, Drogen, Glücksspiel, Waffen und allgemeiner Gewalt. Beim englischen Provider TalkTalk existiert bereits ein Filtersystem, das allerdings noch freiwillig ist und ganze 9 Kategorien umfasst. Darunter finden sich außer den oben erwähnten Filter für Dating, Social Networks und File Sharing Sites. Damit könnte man bei einem weiteren Feintuning so ziemlich jedes Angebot im Internet ausschalten.

Cameron_Pornofilter_Teil_2Überlegt bitte was z.B. mit Newsseiten im Internet passieren würde, die sich tagtäglich mit den Geschehnissen der Welt befassen. Sie würden laut Definition womöglich unter den Bereich der allgemeinen Gewalt fallen. Oder Finanzseiten mit eindeutig spekulativem Anlagecharakter müssten in Zukunft eher unter Glücksspiel gelistet sein. Klar sind das im Moment reine Gedankenspielchen aber hättet ihr vor dem Aufdecken der NSA/Prism (USA) bzw. Tempora (England) Story erwartet um welch gigantische Dimensionen es bei der Überwachung geht.

Eine Befürchtung meinerseits, dass der Vorstoß seitens Cameron ein Testballon für andere Länder darstellen könnte hat sich nun bewahrheitet, denn mit dem CSU Bundestagsmitglied Norbert Geis hat nun auch der erste deutsche Politiker die Debatte um eine Internetfilterung aufgegriffen. Wie beim englischen Pendant sollen sich die installierten Filter nur über einen schriftlichen Antrag mit persönlicher Anmeldung gegenüber dem Provider wieder aufheben lassen. Einmal eingeführt entstünde in kürzester Zeit eine Datenbank mit Vorlieben oder Abneigungen der Internetuser, die ganz sicher Begehrlichkeiten bei diversen Organisationen wecken dürfte.

Cameron_Pornofilter_Teil_2_2In diesem Zusammenhang möchte ich euch den Wikipedia Auszug des 74 jährigen Politikers Norbert Geis ans Herz legen, der sich in seiner Laufbahn vehement gegen gleichgeschlechtliche Partnerschaften ausspricht und seit 2006 regelmäßiger Kolumnist des rechtskonservativen Blattes „Junge Freiheit“ ist. Am 2. Mai 2012 erklärte Geis in der Talkshow Anne Will, dass „gottlose Menschen“ als „Tätervolk“ im Rahmen der Menschheitsverbrechen im 20. Jahrhundert bezeichnet werden können.

Erinnert sei auch an die erfolglosen Versuche der ehemaligen Familienministerin Ursula von der Leyen, die schon 2009 mittels des Kinderporno Sperrgesetzes  Websperren einrichten wollte. Schon damals stand die Bezeichnung „Zensursula“ für die Furcht der Menschen vor einem Eingriff der Politik in die informelle Selbstbestimmung. Da ich selbst Vater bin steht für mich der Schutz von Kindern außer Frage, allerdings werte ich die Bestrebungen der Politik als Beginn einer generellen Bevormundung über Internet-Inhalte und damit Zensur.

Seht ihr die Pläne für eine Internet-Filterung ähnlich kritisch wie ich? Ich bin gespannt auf eure Kommentare…!

Quellen.:

PC-Magazin

PC-Magazin1

TorrentFreak

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