Swisscom modernisiert für 1,42 Milliarden Euro Netz-Infrastruktur im Wettbewerb gegen die Kabelbetreiber

Der Provider Swisscom ist mit einem Marktanteil von 62% was in etwa 6,2 Millionen Mobilfunkkunden entspricht absoluter Marktführer vor Sunrise mit 2,14 Millionen und Orange die 1,66 Millionen Kunden zählen. Trotz dieser komfortablen Position hat Swisscom nun ein ehrgeiziges Investitionsprogramm ins Auge gefasst. Bis 2020 sollen laut Swisscom-Interimschef Urs Schaeppi 1,75 Milliarden Franken in den Ausbau der Netz-Infrastruktur investiert werden.

Swisscom_Netzausbau_2020

Erklärter Konkurrent für den großflächigen Netzausbau sind dabei nicht die beiden kleineren Mitbewerber sondern hauptsächlich der TV-Kabelnetzbetreiber UPC Cablecom.  Während der Kabelbetreiber aktuell schon über Geschwindigkeiten von 150 Mbit/s verfügt soll es bei Swisscom eine neue Software richten, die auf dem Kupfernetz ab Anfang 2014 Übertragungsraten von bis zu 100 Mbit/s liefern soll.

Herzstück wird aber der Ausbau des Glasfasernetzes sein, der den aktuell 700000 Kunden schon Ende diesen Jahres Geschwindigkeiten von 1000 MBit/s (1 Gigabit) garantieren soll. Laut Schaeppi verlege die Swisscom derzeit in Kooperation mit den Elektrizitätswerken und Kabelnetzanbietern in über 50 Städten und Gemeinden den ultraschnellen Internetanschluß. Auf diese Weise sollen bis Ende 2015 rund 1 Million Wohnungen und Geschäfte mit Glasfaserleitungen erschlossen sein.

Von den 4,7 Millionen erfassten Wohnungen und Geschäften in der Schweiz sollen weitere 1,3 Millionen bis Ende des übernächsten Jahres mit 100 MBit/s durch das Netz surfen können. Im Kupfernetz wird nach der Modernisierungsphase der neue technische Standard G.FAST sogar Spitzengeschwindigkeiten bis zu 500 Mbit/s ermöglichen. So sollen in einem Zeitraum von 6 Jahren bis 2020 etwa 80 Prozent des gesamten Wohnugsbestandes über Bandbreiten von 100 Mbit/s und mehr verfügen können.

Stellt sich natürlich immer die Frage wie lange die wechselwilligen Kunden auf den Ausbau in ihrem eigenen Wohngebiet warten wollen und werden bevor sie doch noch zur Konkurrenz von UPC Cablecom & Co wechseln. Da ich mich aber im Schweizer Markt recht wenig auskenne gebe ich die Frage gerne als Diskussion an die Community weiter!

Quellen.:

Handelszeitung

Android-Schweiz

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