Intel investiert in Google GLASS Konkurrenten Recon und setzt zukünftig versteckt auf Wearable Computing

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Die weltgrößte Chipschmiede Intel ist auf der Suche nach neuen Investmentmöglichkeiten, denn durch den Boom bei den mobilen Devices und dem damit verbundenen Rückgang bei den Desktop PC`s leiden auch die Umsätze des Chipbauers. Ein möglicherweise neuer Trend könnten dabei die Wearable Computing Devices wie Brillen, Uhren oder Armbänder darstellen. Prominentester Vertreter dieser neuen Gattung ist Googles Datenbrille GLASS, die sich seit mehr als einem halben Jahr bei 5000 Testern in der Erprobung befindet.

Intel_Reconjet_2Intel Capital, der Venture Fund des Chipbauers hat deshalb ein größeres Investment in Recon Instruments einem führenden Hersteller von Blickfeldanzeigen (Head-Up Displays HUD) für den Sportbereich bekanntgegeben. Das in 2008 gegründete Unternehmen hat laut eigener Angaben bisher mehr als 50000 Head-UP Displays ausgeliefert und setzt in Zukunft große Erwartungen in die neue Datenbrille Reconjet.

Ähnlich Googles GLASS verfügt auch die Reconjet Brille über ein in das Brillenglas eingespiegeltes Wide Screen (16:9) Display, ein seitlich angebrachtes Touchpad, eine HD Kamera sowie ein Mikrophone plus Lautsprecher. Dazu kommen eine ganze Reihe an Sensoren wie ein Gyroskop, ein Accelerometer sowie ein Magnetometer, die jeweils als 3D Version ausgelegt sind. Zusätzlich haben die Ingenieure ein Altimeter plus Barometer App, ein GPS und sogar ein Thermometer in der gerade mal 60 Gramm leichten Datenbrille verbaut.

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Im Innern der Reconjet taktet eine 1 Ghz Dual-Core ARM Cortex A9 CPU mit 1 Gigabyte DDR2 SDRAM sowie 8 Gigabyte an internem Speicher. Kontakt zur Aussenwelt kann bei der Reconjet auf unterschiedliche Arten hergestellt werden. Neben Wifi 802.11 a/b/g/n unterstützt die Brille Bluetooth 4.0 Smart (BLE Mode), Apples MFI Bluetooth sowie den neuen drahtlosen Standard Ant+. Anders als bei Bluetooth kann jedes Ant+ zertifizierte Device aber mit bis zu 8 Geräten verschiedenster Hersteller kommunizieren. Als erster prominenter Vertreter hat Samsung sein Galaxy Note 3 mit Ant+ ausgerüstet. Bei Reconjet könnt ihr aber auch Daten über den integrierten microUSB Anschluss austauschen, der gleichzeitig als Ladeport für den wechselbaren Akku dient. Natürlich könnt ihr Reconjet auch mit eurem Androiden verbinden um dann Anrufe & SMS entgegenzunehmen und die Internetkonnektivität des Smartphones in der Brille zu nutzen.

Das Geld von Intel Capital wird Recon in die Produktverbesserung, das Marketing und den weltweiten Vertrieb stecken. Mit einer Auslieferung der Reconjet wird für März 2014 gerechnet wobei das Gadget mit stolzen 599 US-Dollar nicht ganz billig werden wird. Für Kurzentschlossene gewährt Recon bis zum 6. Oktober einen Rabatt von 100 US-Dollar.

Intel_Reconjet_1Schon im Juni hatte Intel dem StartUP Thalmic Labs eine Finanzspritze gewährt, die das drahtlose Armband MYO auf Gestenbasis entwickelt haben. MYO analysiert dabei die Gesten der Hand und des Armes und setzt die daraus entstehenden Muskelkontraktionen in Befehle um. Thalmic Labs hat für MYO bisher 25000 Vorbestellungen bekommen und plant das 149 US-Dollar Gadget ab Anfang 2014 auszuliefern. Wie spektakulär die Steuerung diverser Geräte mit MYO aussehen kann beweist euch das angehängte Video.

Ich glaube Intel hat begriffen, dass sie auf Dauer ihr Glück nicht mehr allein in der CPU Produktion finden werden denn gerade im boomenden Mobilsegment ist die Dominanz der ARM Plattform nach wie vor übergroß sodaß sich Intel nach alternativen Einnahmequellen umschauen muss. Was haltet ihr von Intels Strategie auf Wearable Goods zu setzen? Ich warte gespannt auf euer Feedback!

Quelle.:

CNET

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