Google an der Übernahme von Blackberry interessiert!

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Als hoffentlich eifrige Leser meines Blogs werdet ihr sicherlich wissen, dass ich erst vor Kurzem einen Artikel über Blackberry mit dem Titel „Bei Blackberry gehen langsam aber sicher die Lichter ausveröffentlicht habe. Demnach bietet die kanadische Fairfax Financial Holding insgesamt 4,7 Milliarden US-Dollar für den angeschlagenen Smartphone Hersteller. Blackberry selbst ein kanadisches Unternehmen würde nach erfolgreicher Übernahme die Börse verlassen um die Neuausrichtung voranzutreiben.

BlackberryGoogleDoch plötzlich steht mit Google ein ganz neuer Player im Raum, der im Grunde mit an der Misere bei Blackberry Schuld hat. Ob das Angebot von Google für Blackberry nun eher Segen oder Fluch bedeutet sei mal dahingestellt. Fakt ist das dem Konzern aus Mountain View gute Chancen im Übernahmepoker eingeräumt werden. Laut internen Quellen sollen sich neben Google und dem Finanzkonsortium noch Firmen wie LG, Samsung, Cisco, Intel und auch SAP auf der illustren Liste der Bieter befinden. Wobei man davon ausgehen kann, dass das Gros der Konzerne eher an der Software Technologie und damit dem geschlossenen Mail-System interessiert sind. Die Hardware da sind wir uns wohl alle einig können Konzerne wie Intel, Cisco oder SAP im Bedarfsfall bei asiatischen Auftragsfertigern zukaufen.

Blackberry_logo_PatentLetztendlich geht es also auch bei Blackberry um das geistige Eigentum und damit um die Patente, die von den Analysten mit einem Wert von ca. 2-3 Milliarden US-Dollar beziffert werden. Addiert man den Wert des Mail System (3-4,5 Mrd. US-Dollar) und die Barreserve (3 Mrd. US-Dollar) hinzu ergibt sich eine Bewertung von ca. 10 Milliarden US-Dollar für Blackberry. Allerdings haben die Experten auch errechnet, dass Blackberry allein für die Aufrechterhaltung des Betriebes in 2014 fast 2 Milliarden US-Dollar verbrennen wird.

Mit der Übernahme von Motorola im August 2011 hatte Google schon einmal demonstriert, dass sie ein Volumen von mehr als 12 Milliarden US-Dollar stemmen können. Allerdings hat sich der Konzern gerade mal 1 Jahr später im Dezember 2012 von Motorolas HOME Sparte und damit von 30% des Konzerns oder 7000 Motorola Mitarbeitern wieder getrennt. Deshalb sollte man auch bei einem Zuschlag zu Gunsten Googles keinerlei Illusionen hegen das die Sanierung Blackberrys im Vordergrund steht. Google wird sich die Teile einverleiben, die sie brauchen können und den Rest weiterverkaufen oder eben stilllegen. Am Ende zählt nur das Ergebnis und das lautet: Ein Konkurrent weniger!

Blackberry verstärkt Googles Businessbereich

Ein Bereich in dem sich Google unbedingt verstärken möchte ist der Businessbereich und hierbei wäre das Know How und die Expertise von Blackberry sicherlich sehr willkommen. Erst kürzlich hatte Google die Office App Quickoffice, mit der sich Microsoft Dokumente (Word, Excel, Powerpoint) bearbeiten lassen übernommen und sie kurz darauf allen Google Usern kostenlos zur Verfügung gestellt. Für die Redmonder würde daher eine Blackberry Übernahme durch Google sicherlich einen herben Schlag auf dem Business Sektor bedeuten. Dazu steckt Microsoft gerade selbst mitten in einer Neuausrichtung und muss mit Nokia zudem eine Übernahme verkraften deren positiver Ausgang keineswegs sicher ist.

Auf jeden Fall dürften die nächsten Monate noch sehr spannend werden, denn vielleicht haben die anderen Konzerne ebenso das Potential von Blackberry erkannt und wir erleben noch einen echten Bieterwettstreit. Wie schätzt ihr die Situation um Blackberry ein? Ich freue mich auf eure Kommentare!

Quellen.:

Googlewatchblog

9to5Google

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