REVIEW Sony DSC-QX10 – 18 MP SmartShot Kamera mit Wlan Connect im ultrakompakten Gehäuse

DSC_QX10_2Bei der unendlich Fülle an Modellen und Geräteklassen fällt die Auswahl einer geeigneten Kamera heutzutage nicht immer ganz leicht. Spiegelreflexkameras bieten unbestritten die meisten Möglichkeiten um professionale Bilder zu erstellen, sind aber in bestimmten Situationen oft zu klobig und rangieren preislich am oberen Ende. Kleinbildkameras wiederum sind handlich müssen aber letztendlich Abschläge bei der Bildgestaltung hinnehmen was im allgemeinen auch für die meisten Knipsen in den Smartphones gilt. Der japanische Multimedia Konzern Sony selbst Anbieter von professionellen Kameras geht mit seiner SmartShot Kamera DSC-QX10 einen völlig anderen Weg. In meinem Review erfahrt ihr einiges über das Handling mit dem neuen ungewöhnlichen Kameraformat.

Unboxing – Look & Feel

DSC_QX-10_5Am Anfang eines jeden Reviews steht das obligatorische Unboxing, das bei der DSC-QX10 in Form einer Keksdose ähnlichen Rundbox daherkommt. Im Innern finden sich neben der eigentlichen Kamera, diverse Büchlein wie die Bedienungsanleitung und die Garantiebestimmungen sowie eine Trageschlaufe zur Befestigung an der Smart-Shot Kamera. Ausserdem liegt der Verpackung eine Halterung bei mit der ihr die SmartShot Kamera an einem Smartphone fixieren könnt.

Wenn ihr schon einmal den Objektiv Deckel einer Spiegelreflexkamera in der Hand gehalten habt, dann wisst ihr wie sich die DSC-QX10 in der Hand anfühlt. Obwohl das Gehäuse überwiegend aus Plastik besteht wirkt die Kamera recht hochwertig wobei sämtliche Schalter um das runde Gehäuse angeordnet sind. Links vom ON/OFF Schalter findet ihr die Weiter/Näher Wippe für das 10-fach optische Zoom und darüber den Auslöse Knopf.

DSC-QX10_3Unterhalb des Auslösers ist der microUSB Anschluß zum Laden des Akkus angebracht und direkt daneben das Stativgewinde. Der Ladestand des Akkus wird in einem kleinen Display angezeigt, aber nur wenn auch die Kamera eingeschaltet ist. Direkt neben der Akkuanzeige findet ihr einerseits den Schlitz für die Trageschlaufe als auch den Sperrhebel mit dem ihr die Halterung für das Smartphone an der Kamera befestigen könnt. Den Akku, der übrigens eine Kapazität von 630 mAh (ca. 220 Bilder oder 55 Minuten Video) aufweist hat Sony auf der Rückseite des Objektivs unter einer Klappe verbaut. Ausserdem findet ihr hinter der Klappe einen microSD Kartensteckplatz und das Passwort für den Wlan Connect aber dazu gleich mehr.

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Erstes Starten und Einrichten der Wlan Verbindung

Da Sonys SmartShot Kamera über keinerlei Display zur Anzeige verfügt wird die QX-10 mittels Smartphone gesteuert. Dafür benötigt ihr die App PlayMemories Mobile von Sony, die letztendlich als Kamerainterface für die die SmartShot Cam dient. Nach der Installation der App könnt ihr die Kamera per ON/OFF Taster starten oder ein NFC kompatibles Smartphone direkt an das „N“ Logo über dem ON/OFF Taster halten. Darauf wird die Kamera eingeschaltet, das Objektiv ausgefahren und auf dem Smartphone die App PlayMemories Mobile gestartet. Vor dem ersten Connect wird in der App einmalig das Passwort für die Wlan-Direkt Verbindung abgefragt, dass ihr wie oben erwähnt im Batteriefach aufgeklebt vorfindet.

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Features der PlayMemories App

Das Interface der App bietet in etwa ähnliche Funktionen wie eure normale Kamera App. So lässt sich der Zoom bedienen, der Auslöser betätigen oder der Modus von Film auf Video umschalten. Sonys SmartShot Kamera verfügt zudem über die 3 Automatik Modi „Intelligente Automatik“, „Überlegene Automatik“ sowie „Programmautomatik“. Ehrlich gesagt hat sich mir der Sinn bzw. Unterschied der 3 Automatiken während der Aufnahme der Testbilder kaum erschlossen. Insgesamt lassen sich die 4 Bildgrößen 5 MP 4:3, 18 MP 4:3, 2 MP 16:9 und 13 MP 16:9 in der App voreinstellen, je nachdem ob ihr eher das 4:3 Standardformat oder das 16:9 Breitbildformat bevorzugt.

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Handling

Wie oben erwähnt kann die SmartShot Kamera über die beigelegte Klemmhalterung am Smartphone befestigt werden was dem Feeling einer echten Kamera recht nahe kommt. Die wesentlich interessantere Alternative ist aber die Kamera frei in der Hand zu halten denn auf diese Weise lassen sich sehr ungewöhnliche Aufnahmepositionen realisieren. Natürlich ist diese Art zu fotografieren anfangs sehr ungewohnt denn das gleichzeitige Koordinieren der Kamera plus die parallele Steuerung über das Smartphone bedarf einer gewissen Übung.

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Wirklich beeindruckend sind die Bilder die das kleine Ding dann zustande bringt, denn mit dem 18MP 1/2,3 Zoll Exmor-R BSI Sensor einer Blende von F3,3-5,9 und einer Brennweite von 10,4-37,1 mm was dem Kleinbildformat von 25-250 mm entspricht braucht sich Sonys SmartShot Cam nicht zu verstecken. Aber Sony hat auch an die Makrofreunde gedacht, denn mit minimal 5 cm in der Weitwinkel Position und 150 cm in der Teleoptik lassen sich auch im Nahbereich faszinierend scharfe Bilder zaubern.

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Fazit

Nach einigen Testtagen mit der SmartShot CAM DSC-QX10 muss ich sagen, dass Sony hier eine echte Alternative für den ambitionierten Hobby Fotografen am Start hat, der neben seinem Smartphone auf ein weiteres Gerät mit komplettem Kameragehäuse verzichten möchte. Der Wlan-Direkt Connect zwischen Smartphone und Kamera arbeitet überwiegend zuverlässig wenn auch manchmal mit einigen Hängern. Vorteile der handlichen Kamera sind neben dem ultrakompakten Gehäuse die Fähigkeit selbst aus den ungewöhnlichsten Positionen Fotos zu schießen. Nachteile sind die fehlende Blitzmöglichkeit und die Notwendigkeit eines Smartphones zur Steuerung. Für einen Preis von 179 Euro (Amazon) ist die DSC-QX10 Im Vergleich zu anderen digitalen Kleinbildkameras weder als günstig aber auch keineswegs als zu teuer zu bezeichnen. Ob sich Sonys Konzept durchsetzen wird entscheidet wie so oft der Kunde. Ich hatte meinen Spaß mit dem Testgerät wofür ich mich an dieser Stelle bei der Agentur Häberlein & Mauerer bedanken möchte.

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