KitKat 4.4 peilt Einsatz auf Wearables, TV`s & Low-End Phones an und soll deutlich weniger Ressourcen benötigen

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Alle Welt wartet auf die Präsentation oder vielmehr den Marktstart des Nexus 5 wie man jeden Tag 1000 fach im Netz lesen kann. Parallel dazu wird es natürlich zum Release der nächsten Android Version KitKat 4.4 kommen, die meist kurz darauf als Update auf den Geräten der Nexus Serie landet.

KitKat 4.4 wird Betriebssystem für Wearables

Aber damit nicht genug denn laut eines internen Strategiepapiers, das der ehemaligen Wall-Street-Journal Reporterin Jessica Lessin vorliegt plant Google den massiven Ausbau der Plattformen, die KitKat 4.4 als Betriebssystem einsetzen. Ganz vorne auf der Liste stehen die sog. Wearables zu denen neben den Smartwatches, smarte Brillen ala GLASS aber auch Sportarmbänder und TV Geräte gehören sollen.

3 neue Bewegungssensoren

Das die Wearables ein zentrales Element in der Entwicklung von KitKat einnehmen beweist auch die Tatsache, dass man 3 neue Typen von Bewegungssensoren einführt. Da wäre zum einem der geomagnetic rotation vector der die Erdrotation bzw. Drehung misst sowie einen Schritt Detector und Schritt Zähler, die wohl in Geräten zur Aufzeichnung sportlicher Aktivitäten Verwendung finden werden. Gerade die schrittbasierten Sensoren werden aber auch zur weiteren Perfektionierung von Indoor Maps in Flughäfen, Einkaufszentren und großen Gebäuden führen wo traditionell GPS weniger akkurat funktioniert.

Bessere Unterstützung für Low End Geräte

Ein weiterer Punkt der Google sehr am Herzen zu liegen scheint ist die Abwärtskompatibilität von KitKat 4.4 um auch auf Geräten mit Low-End Hardware zufriedenstellend zu funktionieren. Während auf knapp der Hälfte der 1,1 Milliarden Androiden mit Jelly Bean 4.1x die momentan aktuellste Android Version installiert ist wird der übrige Teil wohl nie in den Genuss neuer Android Features kommen. Laut des Papiers wird KitKat über neue Techniken eines effizienten Speichermanagements verfügen, wodurch auch Geräte mit nur 512 Megabyte RAM KitKat nutzen können. Ausserdem wird Google den App-Entwicklern neue Developer Tools zur Verfügung stellen mit denen weniger speicherintensive Apps programmiert werden können.

Das Ziel dieser Strategie ist ganz klar auf eine weiter expansive Ausweitung der Android Plattform gerichtet, die vornehmlich durch Low-Cost Devices von Herstellern wie Huawei & ZTE in den Märkten der Entwicklungsländer stattfinden wird. Ob diese Denke letztendlich aufgeht ist keineswegs klar, denn die Kritik geht an die Adresse der Provider, die nach einem Verkauf der Geräte wenig Ansporn in der Bereitstellung neuer Android Versionen sehen.

KitKat setzt vermehrt auf NFC, Bluetooth & Infrarot Dienste

KitKat wird vermehrt Anwendungen im Nahbereich adressieren, d.h. Entwickler erhalten z.B. die Möglichkeit physische Karten auf dem Smartphone zu emulieren und diese dann zur Bezahlung, als Türöffner oder als Fahrkarten für den öffentlichen Nahverkehr einzusetzen. Dabei sollen die virtuellen Karten keinerlei personenbezogene Details enthalten um einen möglichen Missbrauch weitesgehend auszuschliessen. Allerdings stecken Anwendungen die auf Near Field Communication (NFC) basieren nach wie vor in den Kinderschuhen oder werden von den Konsumenten aufgrund sicherheitskritischer Bedenken abgelehnt.

In Zukunft wird unter Android auch Infrarot wieder eine größere Rolle spielen. Google denkt dabei an die Steuerung der gesamten Geräte-Peripherie wie TV`s, Multimedia Geräte, Tuner sowie allgemeine Schalter. Im Grunde nichts Neues denn Hersteller wie Samsung, HTC oder Sony bieten schon länger gerätespezifische Lösungen an um die eigenen Produkte per Infrarot zu bedienen. Schlussendlich soll unter KitKat auch der Kurzstreckenfunk Bluetooth deutlich aufgebohrt werden und vermehrt Geräte wie Joysticks, Tastaturen und Auto-Systeme ansprechen.

Während ich diese Zeilen schreibe ist das Nexus 5 im Play Store eingetroffen, sodaß wir wohl in den nächsten Tagen weitere Details zu KitKat 4.4 erfahren werden. So stay tuned…!

Quelle:

Jessica Lessin

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