Patentkrieg 2.Teil – Apple fordert von Samsung 380 Millionen US-Dollar

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Könnt ihr euch noch dunkel an den letztjährigen Patentprozeß von Apple gegen Samsung erinnern an dessen Ende Richterin Lucy Koh Apple einen Schadenersatz von 1,05 Millarden US-Dollar bzw. 839 Millionen Euro zugesprochen hat. Schon bald nach der Urteilsverkündung war klar das dieses Verfahren aufgrund von Anfechtungen beider Parteien in eine weitere Runde gehen würde.

Ironischerweise hatte selbst Richterin Lucy Koh im Nachhinein Verfahrensfehler angemeldet und den Schadenersatz im Vorfeld einer Neuverhandlung eben mal um 400 Millionen herabgesetzt. Aber selbst die verbleibenden 600 Millionen US-Dollar sollen nun in der ab dem 12. November laufenden Behandlung einer kompletten Neubewertung unterzogen werden.

Die Eingangsplädoyers beider Parteien liegen der Sache entsprechend ziemlich weit auseinander. Während Apple rund 380 Millionen Dollar für gerechtfertigt hält, findet Samsung nur gut 52 Millionen Dollar angemessen. Die Begründung von Apples Anwalt Harold McElhinny in der San Jose Mercury News wie man auf obige Summe komme verschließt sich mir allerdings völlig. Vielleicht könnt ihr mir bei der Lösung der Rechnung etwas auf die Sprünge helfen.

Samsung habe 10,7 Millionen patentverletzende Produkte verkauft und damit 3,5 Milliarden Dollar eingenommen. Dadurch habe Apple rund 360.000 iPhones weniger verkauft. Den dadurch verlorenen Gewinn bezifferte McElhinny auf 113 Millionen Dollar, hinzu rechnete er 231 Millionen Dollar als Schadenszahlung für Samsungs unrechtmäßigen Gewinn sowie 34 Millionen Dollar als Lizenzgebühr für die Nutzung der Apple-Patente.

Totales Kopfschüttel…

Samsungs Anwälte reagierten ziemlich lässig und schickten über die Epoch Times folgende Aussage in den Ring

Wir bestreiten in diesem Prozeß nicht, dass die 13 Telefone manche Apple-Elemente beinhalten.“ Trotzdem ist der koreanische Handyhersteller nur bereit, gut 52 Millionen Dollar von seinem Gewinn an Apple abzutreten.

Wie auch immer diese 2. Runde ausgehen mag es bleibt festzustellen, dass sich beide Parteien bei ihren Forderungen endlich wieder der Realität nähern und Bodenhaftung beweisen. Dass wir es hier mit einem Showprozeß allererster Kategorie zu tun haben beweist allein die Tatsache, dass Apple mit prall gefüllter Kasse jenseits der 100 Milliarden US-Dollar in keinster Weise auf Samsungs Strafgeld angewiesen wäre. Andererseits ist es für Samsung ein leichtes die geforderte Summe aus dem aktuellen Cash-Flow zu bezahlen. Ich glaube vielmehr, dass dieser Prozeß einen gigantischen Werbeeffekt für beide Parteien beinhaltet den man auch nach dem Ende genüsslich ausschlachten möchte.

Findet ihr die Neverending Prozessiererei der beiden Streithähne peinlich, langweilig oder eher amüsant? Ich warte gespannt auf eure Kommentare!

Quellen:

Heise

San Jose Mercury News

EpochTimes

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