Kaspersky Labs identifiziert die 10 Millionste schädliche Android App

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Na das ist doch mal eine runde Zahl der besonderen Art was die russischen Virenspezialisten von Kaspersky Lab da über die Newsticker schicken. Demnach haben die Jungs, die sich seit Jahren mit dem Aufspüren von PC-Malware einen Namen gemacht hatten mit Googles Android ein neues Lieblingsziel der Virenprogrammierer ausgemacht. Eigentlich kaum verwunderlich wenn man sich vor Augen führt das die weltweit rund 1,1 Milliarden Android Nutzer ein schier unerschöpfliches Testgelände für die bösen Hackerbuben darstellen, Tendenz weiter steigend!

Insgesamt existieren laut Kaspersky Lab 220000 einzigartige mobile Schadprogramme wobei mehr als 98 Prozent davon Android als Zielplattform adressiert haben. Rund ein Drittel (34%) der mobilen Schädlinge sind dazu erst seit Mitte November 2013 aufgetaucht, womit ihr nur vage erahnen könnt wohin die Reise in Zukunft gehen wird. Auch die nächste Zahl der Virenjäger lässt einen aufhorchen denn mit 1.103.104 Mlliarden Apps war Googles Play Store bis Ende Januar 2014 so gefüllt wie nie zuvor. Neben Googles Play Store existieren eine ganze Reihe an inoffiziellen App-Stores wo Cyberkriminelle hauptsächlich ihre virulenten Apps ablegen. Da mag es fast schon wie Peanuts klingen, dass die Jungs von Kaspersky Lab die 10 millionste schädliche Android App entdeckt haben.

„Mobile Malware beschäftigt IT-Sicherheitsexperten und Anwender zunehmend. Da die Nutzer heutzutage vermehrt Internetdienste wie Soziale Netzwerke, Online-Shopping, Browsing, App-Einkäufe und in der Zwischenzeit auch Online-Banking via Smartphone und Tablet nutzen, rückt diese Zielgruppe zunehmend ins Visier von Cyberkriminellen“, sagt Christian Funk, Senior Virus Analyst bei Kaspersky Lab. „Über 60 Prozent aller schädlichen Apps verfügen sogar über eine Botnetz-Funktionalität, um zeitnah auf neue Anforderungen reagieren und neue Funktionen für die Schadsoftware hinzufügen zu können.“

In den allermeisten Fällen haben es die Programmierer von Android Malware auf die Finanzdaten der User abgesehen wie beispielsweise bei der mobilen Version des aus Russland stammenden Carberp-Trojaners. Carberp ist die mobile Version eines Windows Trojaners, welcher die Zugangsdaten für das Online-Banking abgreift und an die Cyberkriminellen weiterleitet. Im Ranking der Bösartigkeit stammt die überwiegende Anzahl der gefährlichsten Android Apps aus Russland wie Kaspersky Lab anmerkt.

Da die Bedrohung künftig eher zu als abnehmen wird gibt Kaspersky uns Usern ein paar Tips mit auf den Weg um eine Infizierung möglichst zu vermeiden.

  • Der Entwickler-Modus sollte wenn möglich nur bei Bedarf kurzzeitig auf dem Androiden aktiviert werden
  • Die Funktion „Installation von Apps von anderen Quellen als Play Store erlauben“ nur in Ausnahmesituationen aktivieren
  • Nur Apps aus offiziellen Quellen installieren
  • Bei der Installation einer neuen App sorgfältig die angefragten Rechte prüfen
  • Mobilen Virenschutz wie Kaspersky Internet Security for Android nutzen (ein wenig Eigenwerbung ist erlaubt!)
  • Android System sowie alle genutzten Apps soweit als möglich immer auf dem neuesten Stand halten

Auch wenn es bisher noch keine schlagzeilenträchtigen Meldungen über Android Viren gegeben hat halte ich die Bedrohung für real und glaube das der finanzielle Anreiz weitere Kriminelle wie Fliegen ins Licht ziehen wird. Deshalb geht meine Frage an euch ob euer Androide schon mal in irgendeiner Form kompromitiert wurde? Ich warte gespannt auf eure Kommentare!

Quelle:
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