Tutorial.: Spotify, Soundcloud & Co per AudioCast (Xposed Framework) auf externe Renderer streamen

AudioCast_Tutorial

Seit Dezember letzten Jahres hat die Musikstreaming Plattform Spotify unlimitiertes & kostenloses Streamen seines gesamten Repertoires auf mobilen Geräten wie Smartphones und Tablets eingeführt. Einschränkungen wie das bewusste Überspringen nicht gewünschter Titel müssen in der gratis Variante zwar hingenommen werden, können aber durch Anlegen eigener Playlists minimiert werden.

Spotify_Gratis_LogoDie Tatsache, dass Spotify das Streamen auf die Ausgabegeräte wie PC`s, Smartphones und Tablets beschränkte und damit keine Ausgabe an kompatible Steresoundsysteme erlaubt hatte mich bisher aber von einer dauerhaften Nutzung des Musikdienstes abgehalten. In der Regel streame ich zu Hause sowohl meine lokalen als auch die in der Cloud bei Google Play Music abgelegten Musikfiles mithilfe des Streaming Clients BubbleUPNP auf meinen DLNA fähigen SmartTV, der wiederum mit einem Stereosoundsystem verbunden ist.

Auf der Suche nach einer Möglichkeit auch cloudbasierte Musikdienste wie Spotify, Soundcloud oder Mixcloud per DLNA streamen zu können bin ich dann auf das Xposed Framework von xdadeveloper Rovo89 gestoßen. Um es gleich vorwegzunehmen, das Xposed Framework setzt zwingend ROOT Zugriff plus einen Androiden mit Minimum Jelly Bean 4.1 oder höher voraus. Durch die Installation des Xposed Framework habt ihr die Möglichkeit etliche Systemeinstellungen zu verändern ohne dafür ein spezielles MOD ROM installieren zu müssen. Praktisch sieht das so aus das ihr nach der Installation des Xposed Framworks sog. Module nachladen könnte, die euch dann zusätzliche Features bereitstellen. Obwohl euch direkt mit der Installer App schon 47 Module zum Download angeboten werden hat sich rund um das Xposed Framework eine riesige Entwickler Community gebildet, die euch mit allerlei interessantem Modding Kram versorgt.

Vorbemerkung

Bevor wir nun also mit dem Tutorial beginnen muss ich euch natürlich wie immer darauf hinweisen, dass die folgende Veränderung eures Gerätes gewisse Risiken birgt und ich bei Problemen keinerlei Haftung übernehme. Im schlimmsten Fall startet euer Androide nicht mehr und muss zum offiziellen Service um wieder flott gemacht zu werden. Ausserdem könnte es sein, dass bei Änderungen wie dem Einrichten des nötigen Root Zugriffs eure Garantie verloren geht. Denkt vielleicht auch daran vor der Installation ein Nandroid Backup eures Systems durchzuführen, nur für den Fall der Fälle. Wenn ihr euch jetzt dennoch entschlossen habt das Xposed Framework zu installieren dann sollte das mit der untenstehenden Step-by-Step Anleitung funktionieren.

Voraussetzungen zur Durchführung des Tutorials

Wie oben erwähnt benötigt ihr zur Durchführung des Tutorials einen Androiden der über Root Zugriff verfügt was aber nicht Thema dieses Tutorials ist. Desweiteren solltet ihr vor dem Start die APP BubbleUPNP installieren, die euch später die gewünschte AudioCAST Funktionalität zur Verfügung stellt. Bleiben noch die Musikdienste die ihr je nach Bedarf und Belieben installieren könnt. Nach Einrichtung von Xposed Framework und BubbleUPNP lassen sich natürlich auch Musikfiles von Apps wie Poweramp, PlayerPro, N7Player usw. auf externe DLNA Geräte streamen. Um die Xposed Installer App auf eurem Androiden zu installieren solltet ihr kurzfristig im Menü unter „Systemeinstellungen – Sicherheit“ den Punkt „Unbekannte Herkunft“ (Installation von Apps aus anderen Quellen als dem Play Store zulassen) anklicken!

AudioCast_XposedFramework

Installation und Einrichtung des Xposed Frameworks

Hintergrund des Tutorials ist der Xdadeveloper Thread von Rovo89 „[FRAMEWORK ONLY!] Xposed – ROM modding without modifying APKs (2.4.1)(02.12.2013)“ wo ihr die jeweils neueste Version des Xposed Frameworks findet!

  • 1. Ruft im Browser auf eurem Androiden den xdadeveloper Thread auf
  • 2. Scollt nun zur Überschrift How to Install
  • 3. Ladet euch die Xposed Installer.apk auf euren Androiden und klickt zur Installation
  • 4. Öffnet den Installer und klickt auf Framework
  • 5. Klickt den Punkt installieren an
  • 6. Die Frage nach der Gewährung von ROOT Zugriff beantwortet ihr mit JA
  • 7. Nach erfolgreicher Installation führt euer Androide einen Reboot durch
  • 8. Öffnet das Xposed Framework und klickt auf Module
  • 9. Aktiviert nun durch einen Klick das BubbleUPNP Modul
  • 10. Euer Androide führt einen erneuten Reboot durch

Audiocast_XposedFramework_1

Falls ihr alles richtig gemacht habt sollte das Xposed Framework nun auf Aktiv stehen und keinerlei Fehlermeldungen mehr anzeigen. Jetzt wechselt ihr zu BubbleUPNP und nehmt dort den Rest der Einstellungen vor.

  • 1. In BubbleUPNP klickt ihr auf Devices
  • 2. Unter „Libraries“ sollte „Local Media Server“ aktiviert sein
  • 3. Unter „Renderer“ wählt ihr euer externes Abspielgerät z.B. SmartTV

AudioCast_XposedFramework_4

Nachdem ihr jetzt das ganze System konfiguriert habt könnt ihr jetzt eine Abspielquelle z.B. Spotify wählen und mit dem Stream beginnen. Falls ihr euch jetzt wundert das der Klang immer noch nur aus euren Androiden ertönt dann ist das völlig normal, denn es fehlt noch eine allerletzte Einstellung! In BubbleUPNP klickt ihr auf Library und dort auf den Ordner „AudioCast„.

AudioCast_XposedFramework_3

Wenn ihr jetzt den Play Button betätigt sollte die Audioausgabe auf eurem zuvor eingestellten Abspielgerät starten. Übrigens in der kostenlos Version von BubbleUPNP ist die Dauer des Streams auf 20 Minuten begrenzt. Allerdings ist ein Preis von 3,49 Euro für den wie ich finde umfangreichsten UPNP & DLNA Media Server absolut gerechtfertigt. Na dann bleibt mir nur noch euch Viel Spass beim Musi streamen zu wünschen!

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4 Gedanken zu “Tutorial.: Spotify, Soundcloud & Co per AudioCast (Xposed Framework) auf externe Renderer streamen

  1. Pingback: Airplay-Ersatz - Seite 2 - Android-Hilfe.de

  2. Cool. Ich suche einen Weg um cloudbasierte Musikdienste per DLNA von Windows 7 oder iOS zu streamen, gibt es da auch eine Lösung?

    Eine Hardware-Komplettlösung gibt es unter dem Namen Gramofon, ich suche aber eine Software.

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