Facebook übernimmt Konkurrenten WhatsApp für 19 Milliarden US-Dollar

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Die Bombe platzte am späten Abend kurz nach Börsenschluss an der Wall Street in New York…Das weltgrößte soziale Online Netzwerk Facebook wird den Messaging Rivalen WhatsApp für insgesamt 19 Milliarden (11,65 Milliarden Euro) übernehmen. Der Kaufpreis setzt sich dabei aus 4 Milliarden US-Dollar an Barmitteln zusammen während der Rest in 12 Milliarden US-Dollar an Facebook Aktien ausgezahlt wird. Zu einem späteren Zeitpunkt werden dann noch einmal 3 Milliarden US-Dollar in Form von Facebook Aktien an die Gründer und Mitarbeiter fließen.

Der in 2009 in Santa Clara, Kalifornien von dem gebürtigen Ukrainer Jan Koum und seinem Freund Brian Acton gegründete Messaging Dienst WhatsApp zählt aktuell mehr als 450 Millionen User von denen über 70 Prozent den Dienst täglich nutzen. Trotz der explodierenden Userzahlen in den letzten Monaten hatte die Firma nur rund 50 Mitarbeiter die sich hauptsächlich um den laufenden Betrieb der Messaging Plattform kümmerten. Die als SMS Alternative bekanntgewordene WhatsApp Dienst setzt dabei auf einen äußerst schlanken Funktionsumfang ohne großen Schnickschnack. Der völlig werbefreie Dienst finanziert sich durch eine Abogebühr, die von jedem User einmalig im Jahr zu entrichten ist. Das große Plus von WhatsApp ist aber, dass die User Nachrichten plattformübergreifend an so gut wie alle Systeme angefangen von Android über Apples IOS, Blackberry bis hin zu Windows Phone Geräten versenden können.

Kommt die WhatsApp Integration als Browser Applikation für den PC?

Facebooks Online Netzwerk verfügt dagegen über geschätzte 1,2 Milliarden Mitglieder wovon ein Großteil wohl auch WhatsApp Nutzer sein dürften. Trotz einer Generalrenovierung seines eigenen Facebook Messenger konnte sich das eigene Messaging Tool nie richtig bei den Usern durchsetzen. Ob Facebook seinen Zukauf WhatsApp in sein Netzwerk z.B. als Browser Applikation integrieren wird bleibt abzuwarten. Die Möglichkeiten dafür stehen nicht schlecht, denn schon länger hatten WhatsApp User gefordert, dass man den Messaging Dienst auch auf einem Computer als App oder eben im Browser nutzen möchte.

Wie wertvoll WhatsApp für Facebook zu sein scheint verdeutlichen die Worte von Mark Zuckerberg, die der Facebook Boss kurz nach der Übernahme verlauten ließ: „WhatsApp ist auf dem Weg, eine Milliarde Leute miteinander zu verbinden“

Wesentlich interessanter wird nun aber Googles Reaktion auf den Deal sein, denn mit seinem eigenen Messaging Dienst Hangouts konnte der Suchmaschinenriese bisher noch keinen großen Stich landen. Spannend dürfte dabei sein ob Google sich zukünftig selbst durch Zukäufe verstärken wird oder Hangouts wesentlich prominenter rund um die übrigen Google Dienste aufstellen wird. Was haltet ihr von der Mega-Übernahme von WhatsApp durch Facebook, gerechtfertigt oder total irrsinnig? Ich warte gespannt auf eure Kommentare!

Quelle:

Android Schweiz

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