Kaspersky Lab – 6 wichtige Sicherheitsregeln beim Download, Nutzung und Verwaltung von Apps

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In Googles Play Store warten mehr als 1,2 Milliarden Apps und damit eine unvorstellbar große Menge an mobilen Programmen auf den Download und die Nutzung durch die User. Daneben haben sich parallele App Universen in Form von alternativen App Stores etabliert denen es im Gegensatz zum Play Store hauptsächlich an der sicherheitstechnischen Kontrolle fehlt. Der Antivirenspezialist Kaspersky Lab beobachtet seit langem den mobilen Appmarkt und hat dabei eine zunehmende Fokussierung von Schadprogrammen weg vom PC Bereich und hin zum mobilen Segment festgestellt.

Android_red_InfectedKaspersky Lab unterscheidet hierbei zwischen rein mobilen Schadprogrammen und schädlichen Apps, wobei schädliche Apps vor allen Dingen als Transportplattform genutzt werden um Schadprogramme zu verbreiten. Die Mehrheit aller Schadprogramme besitzt zudem Botnetzfunktionalitäten. Cyberkriminelle können damit zeitnah auf neue Anforderungen reagieren und die beim User installierten Schadprogramme mit neuen Funktionen in Form von Updates ausstatten.

In den Archiven von Kaspersky Lab finden sich mittlerweile mehr als 10 Millionen dubiose Apps mit denen sich Schadcode verbreiten lässt. 347.525 dieser Schädlinge sind als einzigartig zu bezeichnen, ein Großteil des Rests in 841 Schädlingsfamilien organisiert.

Erwähnenswert ist hierbei die Gruppe der mobilen Banking Trojaner, die sich von Ende des vergangenen Jahres mit 1321 Stück auf aktuell 2503 nahezu verdoppelt haben. Das eigentlich beunruhigende ist aber die Info von Kaspersky Lab das 99 Prozent der identifizierten Schadsoftware ihren Zielfokus auf Googles Android legen.

Mit den nachfolgenden von Kaspersky Lab verfassten Sicherheitsregeln sollte sich eine mögliche Infektion mit mobiler Schadsoftware weitestgehend vermeiden lassen, was natürlich die konsequente Anwendung auf all euren Androiden voraussetzt.

1. Reputation einer App prüfen

Smartphone- und Tablet-Anwender sollten grundsätzlich die Vertrauenswürdigkeit einer App prüfen – beispielsweise über viele gute Bewertungen. Nutzer sollten brandneuen Apps mit negativen Bewertungen aus dem Weg gehen. Den Erstdownload einer App sollten Nutzer vermeiden.

2. App-Store-Einkäufe über Passwörter oder Biometrie absichern

Sowohl Apple als auch Android-Nutzer sollten für alle App-Store-Einkäufe die Passwortschutzfunktionalität oder einen biometrischen Schutz festlegen – entweder nativ oder über eine App.

3. In-App-Einkäufe kontrollieren

Vor allem kostenlose Apps operieren oft mit zusätzlichen Einkäufen innerhalb der App – beispielweise wenn man bei mobilen Spielen für den Zugang zu einem neuen Level oder eine neue Waffe bezahlt. Android- und iOS-Anwender können unbeabsichtigte In-App-Einkäufe – beispielsweise ihrer Kinder – über die Geräteeinstellungen vermeiden. Wie dies geht, zeigt Aaron Stern von Kaspersky Lab in einem Blogbeitrag.

4. Apps ausmisten, überblicken und aktuell halten

Anwender sollten die Anzahl der Apps so gering wie möglich halten. So behalten sie einen guten Überblick über ihren gesamten App-Fuhrpark. Zudem werden weniger persönliche Daten über die installierten Apps an große Firmen, Spam-versendende Werbeagenturen und potenzielle Angreifer und Betrüger gesendet. Je weniger Apps auf dem Mobilgerät installiert sind, desto geringer das Risiko. Darüber hinaus sollten alle genutzten Apps immer aktualisiert werden, um mögliche Programmlücken abzudichten.

5. Drittanbieter-Stores vermeiden

Nutzer sollten Apps ausschließlich aus den offiziellen App-Stores beziehen. Vor allem Android-Nutzer sollten die Funktion „Installation von Apps von anderen Quellen als Play Store erlauben“ nur in Ausnahmesituationen aktivieren.

6. Apps professionell prüfen

Android-Nutzer sollten zusätzliche Schutzvorkehrungen über mobile Virenschutzprogramme wie Kaspersky Internet Security for Android treffen. Damit wird jede neu heruntergeladene App genauestens geprüft. Zudem sollten Anwender immer ganz genau die Berechtigungen prüfen, die jede App fordert. Somit wird vermieden, dass Apps mehr Informationen verlangen als sie benötigen.

Von meiner Seite möchte ich noch anmerken das hier auch ein Stück weit eure eigene Intuition gefordert ist die darin besteht das ihr nicht blindlings alles installiert, nicht leichtfertig persönlichen Daten weitergebt und grundsätzlich immer mit wachem Auge im Netz unterwegs seid. Denn eines ist klar, das Thema wird uns auch in Zukunft weiter beschäftigen und höchstwahrscheinlich deutlich an Brisanz zunehmen. Gab es bei euch schon einmal Probleme mit Schadsoftware, wenn ja würde ich mich über ein Feedback von euch freuen!

 

Quelle:

Kaspersky Lab

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