Dropbox führt Passwort Schutz für Business User ein, gab Snowdens Interview den Anstoß?

Dropbox_Logo_NSA

Cloudspeicher sind eine komfortable Sache wenn es um den Austausch von Daten zwischen unterschiedlichen Geräten und Plattformen geht. Marktführer im Business mit den Daten in der Wolke ist das US Unternehmen Dropbox und genau hier liegt auch das Problem. Die Server des Cloudstorage Anbieters stehen natürlich wie anderen US IT-Unternehmen direkt in den USA und dürften damit das Interesse der allmächtigen Datenschnüffler der NSA auf sich ziehen.

Neue Nahrung hat diese Vermutung jetzt durch ein Interview bekommen dass Ex-NSA Spion Edward Snowden mit der britischen Zeitung The Guardian geführt hat. Laut Snowden sei der Cloud Dienst eine Gefahr für die Privatsphäre weil die Mitarbeiter von Dropbox einen unverschlüsselten Zugang auf die Nutzerdaten in der Wolke haben. Snowden führt in dem Interview weiter aus das Dropbox auf der NSA Wunschliste als PRISM Partner steht, dem automatisierten Überwachungsprogramm der NSA. Snowdens Empfehlung lautet daher sich solange von Dropbox und ähnlichen Diensten fernzuhalten bis man eine von ihm als „Zero Knowledge“ bezeichnete Strategie einführt bei dem der Anbieter keinerlei Einblick in die Nutzerdaten habe.

Dropbox_Passwortschutz_und_AblaufKlar das sich Dropbox gegen die Vorwürfe des Ex-Geheimdienstmitarbeiters wehrt und auf seine Privatsphäre Richtlinien verweist in denen man den Schutz der Nutzerdaten als oberste Priorität einstuft. Ausserdem habe sich das Unternehmen dazu verpflichtet sich breit angelegten Regierungsanfragen zu widersetzen. „Wir kämpfen dafür, die Gesetze so zu ändern, dass die Privatsphäre der Nutzer überall auf der Welt geschützt wird.“

Ob Snowdens Interview mit dem Guardian letztendlich den Ausschlag für die Funktionserweiterung des Cloudstorage Anbieters gegeben hat vermag ich nicht zu sagen. Fakt ist das in einem der nächsten Dropbox Updates ein Passwortschutz und Verfallsdatum auf Sharing Links Einzug hält. Fakt ist aber leider auch das diese Features „erstmal“ nur den Nutzern des kostenpflichtigen Business Angebots zur Verfügung steht. Das gemeine Volk zu dem ich auch meine Wenigkeit zähle bleibt ein wirksamer Passwortschutz mit Dateiverschlüsselung auf der Ebene des eigenen Rechners weiter verwehrt.

Dropbox_Passwortschutz_AblaufdatumMit den neuen Security Features können z.B. Adminstratoren künftig ganz individuell definieren welche Nutzer welche Dokumente lesen oder auch bearbeiten können. Produktchef Ilya Fushman erklärt dazu das man als Ziel des Updates die Produktivität der Kunden steigern möchte und parallel dazu die Sicherheit maximal ausbaut. Als weitere Neuerung wird das erwartete Update eine Volltextsuche in allen Dokumenten eines Ordners liefern.

Schliesslich erhalten Entwickler Zugriff auf die Sharing Link API und die Dokument Preview API um diese in Zukunft in Drittanbieter Apps zu integrieren. Anfänglich soll der Zugriff auf die Programmierschnittstellen nur elementaren Verwaltungsaufgaben dienen, auf Dauer werden mehr und mehr Funktionen hinzukommen wie Fushman betont.

Bleibt zu hoffen das auch wir Normal Dropbox User irgendwann mit sinnvollen Funktionen wie Passwortschutz und Verschlüsselung versorgt werden. Ob uns das Sicherheitsmerkmal dann ausreichend vor den neugierigen Blicken der NSA zu schützen vermag, wage ich zwar zu bezweifeln. Allerdings zählt der psycholgische Moment und das subjektive Gefühl der Sicherheit was die meisten User ein wenig besser schlafen lässt. Nutzt ihr selbst einen Cloudspeicherdenst und wenn ja welchen? Ich freue mich auf eure Kommentare!

 

Quellen:

Dropbox

Spiegel Online

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