Google Glass Teardown bringt technische Spezifikationen zum Vorschein

Es ist mittlerweile schon fast eine Tradition im Tech Bereich, dass die neuesten Gadgets in einem sog. Teardown bis auf ihre Einzelteile zerlegt werden. Dieses Prozedere musste nun auch Googles Datenbrille Glass über sich ergehen lassen, die sich momentan als „Explorer Edition“ bei einen ausgewählten Kundenkreis in der Testphase befindet. Nicht nur der limitierte Testerkreis sondern auch der recht deftige Preistag von 1500 US-Dollar machen Googles Glass zu einem der begehrtesten Android Devices der Tech-Welt.

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Die Amerikaner Scott Torborg & Star Simpson haben nun in ihrem Blog den gesamten Vorgang der Abholung, der in einem der 3 Glass Studios in Mountain View, Los Angeles, oder New York stattfindet dokumentiert. In der sog. Garage einem futuristischen Optiker der Zukunft wird den künftigen Glass Trägern zu Beginn eine Farbauswahl präsentiert und dann in einem 45 minütigen Training die Bedienung der Datenbrille erkärt. Dabei erhalten die User Infos über das Setup, die Verbindung zu einem Smartphone und zum Wichtigsten dem Google Account. Ausserdem führen die Glass Experten einen Factory Reset und eine Neueinrichtung der Brille durch.

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Google_Glass_Teardown_1_kleinNach der Einweisung erhält der Käufer die Glass-Box ausgehändigt, die neben der eigentlichen Brille einen getönten und ein klaren Visor (Display) enthält. Dazu gibt es ein USB Kabel einen Ladeadapter und ein Aufbewahrungssäckchen. Die Materialbeschaffenheit wird von Torborg & Simpson als hochwertig, passgenau und solide beschrieben. Normalerweise ist Googles Datenbrille nicht mit normal erwerblichen Optiker Brillen kompatibel, zukünftige Pläne sehen aber eine Unterstützung seitens Google vor. In einem Selbsttest bescheinigen die Blogger, das es aber dennoch recht gut funktionieren würde.

Steht also noch die Frage nach dem Innenleben der Brille an, die sowohl für zukünftige Service als auch Reparatur Dienste von Interesse sein dürfte. Generell bescheinigen die Schreiber der Brille ein recht einfaches Zerlegen, das bis auf eine recht knifflige Schraube im Innern keinerlei Hindernisse darstellt. Viel wichtiger ist aber meiner Ansicht nach die Tatsache, das sich Glass von den Beiden ohne technische Schäden zu hinterlassen wieder funktionsbereit zusammensetzen ließ.

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Natürlich fördert so ein Teardown auch eine ganze Reihe an technischen Komponenten zu Tage, die ich euch nicht vorenthalten möchte.

  • der Prozessor ist ein OMAP4430 von Texas Instruments
  • beim Touchpad an der Seite handelt es sich um ein Synaptics T1320A
  • die 16 GB Flashspeicher stammen von SanDisk
  • den mobilen DRAM hat Elpida Memory beigesteuert
  • der Lithium-Polymer-Akku verfügt über eine Kapazität von 570 mAh (2,1Wh)
  • der Initialsensor zur Bewegungserkennung ist ein Inven Sense MPU-9150
  • dazu kommt noch der Lautsprecher der Sound über die Knochen überträgt

mainboard-google-xBeim OMAP 4430 von Texas Instruments handelt es sich um eine 1-1,2 Ghz schnelle Dual-Core CPU, die z.B. im Galaxy S2, Motorola Droid Razer oder dem LG Optimus L9 Verwendung findet. Eine Anmerkung zum Akku, der sich laut Aussage der Blogger nicht alleine auswechseln und damit ersetzen lässt. Alles in allem ein Haufen faszinierender Technik, der da auf so engem Raum verbaut wurde.

Den ganzen Teardown mit einer Menge mehr an Bildern findet ihr wie oben angekündigt auf der Seite von Catwig. Nach wie vor bin ich von Google Glass  fasziniert und kann den Marktstart, der leider auf 2014 verschoben wurde nicht erwarten. Könntet ihr euch Google Glass als Alternative zu eurem Smartphone vorstellen oder nur als zusätzliches Gadget? Ich bin gespannt auf eure Kommentare!

Quelle.:

Catwig

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