IFA NEWS 2013 – Sony Produkte wie das Xperia Z1, Z Ultra, Smartwatch 2 und DSC-QX100 im IFA Check

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Im Oktober 2011 übernahm der japanische Multimedia Konzern für umgerechnet 1,05 Milliarden Euro den 50% Anteil am japanisch-schwedischen Joint Venture vom Partner Ericsson. Mit dem Kauf setzte Sony den Startschuss für eine große Umstrukturierung des mobilen Sektors. Der bis dahin kriselnde Bereich war gerade dabei sich ein wenig zu erholen als Sony beschlossen hat sich voll und ganz auf Android Smartphones zu konzentrieren und damit Symbian als Betriebssystem komplett abzuschwören.

Sony_IFA_Zusammenfassung_3Diese Entscheidung scheint sich nun langsam für Sony in barer Münze auszuzahlen, denn bei meinem Rundgang über das Gelände der Berliner Messe war ich von der Halle der Japaner mehr als überzeugt. Man merkt förmlich, dass sich Sony wieder auf der Erfolgsspur befindet. Mein Augenmerk galt daher weniger dem wunderschön designten Vaio Fit Multi-Flip, einem Windows 8 Ultrabook dessen Display in einer Stellung komplett plan auf der Tastatur aufliegt und so das Vaio zum idealen Zeichen-oder Konstruktionsboard werden lässt.

Nein mein Hauptinteresse hat natürlich den androidalen Gerätschaften wie dem Xperia Z Ultra dem Xperia Z1 aka Honami, der Smartwatch 2 im Vergleich zu Samsungs Smartwatch GEAR und letztendlich dem völlig neuen Konzept der Objectiv-Only Kameras DSC-QX100 (DSC-QX10) gegolten. Da ich fast alle Devices bis auf das Xperia Z1 (Honami) ausführlich in separaten Blogs beschrieben habe beziehe ich mich in diesem Artikel neben der Technik hauptsächlich auf das haptische Feeling und meinen ganz persönlichen Eindruck.

Sony_IFA2013_ZusammenfassungBeginnen möchte ich mit den beiden Topmodellen Xperia Z1 & dem Xperia Z Ultra, die sich im Grunde  bis auf die Größe und ein paar technischen Details wie eineiige Zwillinge gleichen. Die Displays der beiden Flaggschiffe lösen jeweils mit 1920 x 1200 Pixeln auf und bestehen sowohl auf der Vorder- wie auf der Rückseite aus kratzfestem Mineralglas wie man es sonst nur im Uhrenbereich bei hochwertigen Chronographen vorfindet. Unterschiede gibt es in der Pixeldichte, die beim 5 Zoll großen Z1 satte 440 ppi beträgt, während das Z Ultra mit seinem 6,4 Zoll Display auf einen Wert von 344 ppi kommt.

In beiden Geräten kommt Qualcomms Snapdragon 800, mit 2,26 Ghz derzeit schnellste CPU plus 2 Gigabyte an RAM zum Einsatz. Daneben setzt Sony auf die Adreno 330 GPU Grafikeinheit, die mit dem hauseigenen Triluminos LCD-Bildschirm plus X-Reality Engine für noch realistischere und lebendigere Farben sorgen soll. Laut Aussage von Sony seien die Triluminos Panels von den Kontrast- und  Schwarzwerten den Amoleds von Samsung ebenbürtig. Entscheidender Vorteil der Sony Displays soll aber ihre deutlich bessere Ablesbarkeit im Aussenbereich bzw. direktem Sonnenlicht sein.

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Im Vergleich mit meinem Galaxy S4 boten die Displays der beiden Sony Androiden schon eine beieindruckend kontrastige Leuchtkraft. Klar das die Standdesigner optimalste Lichtverhältnisse einsetzen um ihre Produkte noch besser wirken zu lassen. Von der reinen Haptik her gesehen liegt besonders das Xperia Z Ultra extrem gut in der Hand und wirkt dabei wie ein superdünnes Frühstücksbrettchen. Mineralglas und metallischer Rand machen aus den wirklich ästhetisch gelungen Designbrettchen wahre Handschmeichler.

Sony_IFA_Zusammenfassung_7Auffälligster Unterschied ist aber die Kameraausstattung, die beim Z1 mit 20 Megapixel und einem 1/2,3 CMOS Chip mit Exmor RS-Sensor absolut auf Höchstniveau tendiert. Weitere Features wie das hochwertig vergütete G-Objektiv, ein BIONZ-Bildprozessor sowie der physische Kameraknopf beweisen eindeutig das Sony das Z1 als Photo-Smartphone positionieren möchte. Dagegen wirkt die Kamera des Xperia Z Ultra mit ihren 8 Megapixeln fast schon wie eine billige „Knipse“.

Beide Xperia Modelle sind nach IP 55/58 Schutzart zertifiziert was auf Sonys Produkseite so klingt:

Mit dem wassergeschützten* Xperia Z1 kannst du in Süßwasser schwimmend bis zu 30 Minuten lang Bilder aufnehmen. Du kannst mit ihm sogar bis zu 1,50 m tief tauchen. Vergiss allerdings nicht, dass alle Abdeckungen für den Micro USB-Anschluss, den Micro SIM-Einschub und den Speicherkarteneinschub fest verschlossen sein müssen.

Es ist zudem wichtig, dass dein Xperia Z1 mit Folgendem nicht in Berührung kommt:
– Salzwasser
– Flüssige Chemikalien
– Sand/Schlamm

Sony_IFA_Zusammenfassung_8Trotz seiner deutlich grösseren Abmessungen von 179 x 92 mm gegenüber 144 x 74 mm beim Z1 fällt das Z Ultra mit gerade mal 6,5 mm erheblich dünner aus als das 8,5 mm dünne Z1. Dies hat allerdings auch seinen Preis, denn die Akkukapazität des Z Ultra liegt mit 3050 mAh gerade mal um 50 mAh über dem des Z1 mit 3000 mAh. In der Praxis könnte das 6,4 Zoll große Tablet damit schnell zum Dauerschlappmacher werden und vermehrt den Weg zur Steckdose suchen. Übrigens wirkte das ebenfalls mit 7 mm verdammt dünne Nexus 7 (2013), das mir ein Schweizer Kollege geliehen hatte im direkten Vergleich mit dem Z Ultra fast schon klobig und schwer. Schaut man sich das absolute Gewicht an so stehen den doch sehr leichten 212 Gramm des Z Ultra ganze 340 Gramm des Nexus 7 und 169 Gramm des Z1 gegenüber.

Vergleich Xperia Z1 und Z Ultra by Androidnext

First Look Sony Xperia Z1 by CNET

Auf meine Frage nach der Verfügbarkeit und dem Preis für das Xperia Z Ultra wurde mir von einer Sony Mitarbeiterin ein Zeitraum bis Ende September und ein Preis von 606 Euro für das schwarze Modell genannt, während die weisse Variante des Xperia Z Ultra 638 Euro kosten wird. Das Xperia Z1 kostet in der schwarzen Variante ebenfalls 606 Euro und ist aktuell schon bei Amazon erhältlich.

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Ungefähr 5 Meter von den Xperia Modellen entfernt hatte Sony seine Smartwatch 2 Galerie und seine beiden Kameraufsätze DSC-QX100 und DSC-QX10 aufgebaut. Da ich die Smartwatch 2 schon in einem früheren Post als reine Fernbedienung fürs Smartphone betitelt habe war ich eigentlich nur noch an einem Anfassvergleich im Verhältnis zur GEAR interessiert.

Verwöhnt vom perfekten Design der Xperia Modelle war den Schweizer Kollegen meine Enttäuschung beim Berühren der Smartwatch 2 deutlich anzusehen. Sowohl der Uhrenbody selbst als auch das Armband wirkten billig und leicht wie eine Plastikuhr für Kinder. Ich vermisste dieses warme und wertige Gefühl der edlen Smartphones und ohne Sony Stempel hätte ich als Hersteller auf eine China Klitsche getippt. Im Gegensatz dazu hat Samsung zumindest auf der Designseite eine wahre Meisterleistung abgeliefert. Auch wenn Sonys Smartwatch 2 wasserdicht ist und mit rund 200 Euro ganze 100 Euro günstiger ist als Samsungs GEAR bleibt sie für mich kein Highlight in Sonys Produktekatalog.

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Absolut fasziniert haben mich dagegen Sonys neue Kameraaufsätze DSC-QX100, die in Natura deutlicher dicker wirken als von mir vorher angenommen. Bei der Materialauswahl hatte ich eher an Metall und nicht an Plastik gedacht wie ich das von Objektiven meiner früheren Spiegelreflexkamera gewohnt war. Dafür liegt der QX100 angenehm leicht in der Hand und ist im gezoomten Zustand ungefähr so dick wie eine Toilettenpapierrolle. Das Handling in Zusammenspiel mit dem Smartphone gestaltet sich recht einfach, denn nachdem das DSC-QX100 über NFC bzw. Wlan mit dem Smartphone verbunden ist kann man den Aufsatz entweder am Smartphone mit einer Klemme fixieren oder ihn einfach in der Hand behalten. Einstellungen wie scharf stellen, zoomen etc. lassen sich dann am Smartphone überwachen und einstellen.

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Die technischen Details der internen Kamera liegen mit 20 Megapixel und einem 1 2/3 CMOS Sensor mit Exmor-BSI genau auf Niveau des Xperia Z1. Allerdings hat die geballte Technik einer Kompaktkamera verpackt in schwarzer Röhre auch ihren Preis. Satte 429 Euro müsst ihr bei Amazon berappen wenn ihr Interesse am QX100 habt, während für das QX10 nur 198 Euro fällig werden. Auf jeden Fall werde ich das Experiment Sony DSC-QX100 / QX10 weiter beobachten und warte auf die ersten Test-Berichte nachdem die beide Röhrenknipsen am 25. September in den Handel gehen. Mich hat Sonys Konzept der Aufsteckkamera auf jeden Fall überzeugt. Was haltet ihr von Sonys Produktfeuerwerk? Eure Kommentare sind wie immer wilkommen!

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